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Zurück aus dem Winterschlaf - Rebschnitt

Die Weingärten und wir haben die Ruhe der vergangenen Wochen genossen. Jetzt geht es aber wieder los mit der Arbeit.

Der Jahreskreis beginnt nach einer Pause über die Weihnachtsfeiertage wieder im Jänner mit der Arbeit im Weingarten. Je nach Witterung beginnen wir Mitte - Ende Jänner mit dem Rebschnitt. Wenn die Temperatur sinkt und in den Minus Bereich fällt, zieht der Rebstock den Saft zurück und mit ihm alle Nährstoffe. Dann beginnen wir mit dem Rebschnitt und entfernen das zweijährige Holz.

 

Wir schneiden links und rechts am Stock zwei Strecker an mit ca. 8-12 Augen (so nennt man die Knospen). Aus diesen Augen, sprießen später die neuen grünen Triebe. Um eine lockere Laubwand zu erhalten brechen wir dann beim Austrieb einige Nebentriebe aus.

 

Eigentlich ist das eine absolut meditative Arbeit. Wobei wir eigentlich nie rausgehen, wenn es stürmt und schneit/regnet. Kalte sonnige Tage im Winter, dick eingepackt in viele Schichten, so macht das wirklich Freude. Oft hört man den einen oder anderen Fasan wegfliegen.

 

Wie von uns gewohnt, arbeiten wir absolut low-tec. Kein vorschneiden mit dem Vorschneider, (= eine Maschine, die man am Traktor anhängt und die Triebe grob abschneidet) und keine elektrischen Rebscheren. Das bedeutet, nach den ersten Tagen einen groben Muskelkater in den Händen, vor allem im Handgelenk. Die Reben haben einen Durchmesser von ca. 0,5 - 2 cm, da braucht man schon einiges an Kraft.

 

2020 haben wir am 27. Jänner mit dem Rebschnitt begonnen und voraussichtlich brauchen wir einen Monat für unsere 5 ha. Unsere Devise wie immer: "Bis zur Lese müss ma mit allem fertig sein!" Nach dem Rebschnitt, hängen wir die Strecker am Rahmen fest, damit die frischen Triebe gut am Drahtrahmen hinauf wachsen kann.

Low-Tec Rebschere
Low-Tec Rebschere

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